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Es war im Spätsommer des Jahres 1984. Schon seit geraumer Zeit trafen sich jeden Samstagnachmittag einige fußballbegeisterte Jungs in der Turnhalle an der Oststraße in Hohenstein-Ernstthal zum Freizeitfußball. Man war mit Lust und Liebe bei der Sache. Zu dieser Zeit gab es mit der "Goldelf Ernstthal" und "Wismut Ernstthal" schon zwei Freizeitteams, die in der Region um Hohenstein-Ernstthal im Freizeitsport für ziemliches Aufsehen sorgten.

So entstand im Dezember 1984 die Idee, man könnte doch mit einer richtigen Mannschaft am Volkssportgeschehen teilnehmen. Gesagt, getan. Der Gedanke wurde in die Tat umgesetzt und da der Zeitpunkt äußerst ungünstig war, beschloß man, ab dem 01.01.1985 als Mannschaft aufzutreten. Nun brauchte man nur noch einen Namen für eine Truppe, die in den nächsten Jahren doch für manchen Wirbel im Freizeitfußball sorgen sollte.

Nach langem Hin und Her einigte man sich auf EINHEIT ERNSTTHAL .

Dieses Team, zu dem Horst Kühn, Uwe Jentsch, Matthias Funke, Falk Freiberger, Peter Bachmann und Peter Oertel gehörten, spielte ab dem 1. Januar 1985 unter der Regie von Bernd Köhler zusammen. Schon beim ersten Turnier, welches Einheit Ernstthal bestritt, erreichte man die Endrunde der Hallenkreismeisterschaft. Dort belegte man in den ersten Gruppenspielen einen beachtlichen 2. Platz. Der Rest des Jahres 1985 wurde dann aber mit eher mäßigem Erfolg zu Ende gespielt.

Am 26.01.1986 gelang der 1. Turniersieg, allerdings in einem relativ schwach besetzten Turnier der Sektion Tennis. Anfang dieses Jahres konnte man auch den ersten Neuzugang verzeichnen. Mit René Somnitz begann ein neuer Spieler bei der Einheit eine Karriere, welche in den nächsten Jahren noch für viel Freude sorgen sollte. Auch in diesem Jahr erreichte man wieder die Endrunde der Hallenkreismeisterschaft. Dabei belegte man in der Vorrundenstaffel B Rang 3, welcher leider nicht für ein Weiterkommen reichte. In der Zwischenzeit waren mit mit Wilfried Winter und Jörg Fröhlich zwei weitere Spieler zur Einheit gestoßen, welche hauptsächlich auf der Position des Torhüters ihren Mann standen. Aber auch dieses Jahr ging mit eher spärlichem Erfolg zu Ende.

Dann kam die Hallenkreismeisterschaft 1987. Dort belegte man in der Endabrechnung einen guten 4. Platz, wobei man das Spiel um Platz 3 mit 1:2 gegen "FSO Oberlungwitz" verlor. Zu diesem Zeitpunkt hatten mit Matthias Funke und Peter Oertel auch schon zwei Spieler aus verschiedenen Gründen die Mannschaft verlassen. Aber es erschienen mit Jens Tetzner und Jürgen Gebhardt auch zwei Neue auf dem Einheit-Karussell. Trotz dieser Verstärkungen gab es in der nächsten Zeit keine größeren Erfolge zu vermerken. Irgendwie fehlte etwas in der Mannschaft. So dauerte es bis zum 19.03.1988, ehe der 2. Turniersieg perfekt war. Man gewann das Pokalturnier der "FFW Gersdorf".

Mit weiteren neuen Spielern wie Uwe Melzer und Ulrich Schmieder gelang im Oktober 1988 der erste Turniersieg bei einem Kleinfeldturnier in Gersdorf. Und es ging weiter im ständigen Auf und Ab. Ende 1988 hatten mit Uwe Jentsch, Falk Freiberger, Jörg Fröhlich und Wilfried Winter die Einheit verlassen und man mußte sich ein paar Gedanken machen, wie man das Problem lösen konnte. Besonders prekär war die Torhüterposition. Aber man meisterte auch diese komplizierte Lage.

Anfang 1989 stieß dann ein Spieler zur Einheit, welcher in den kommenden acht Jahren zu einem der erfolgreichsten Torjäger werden sollte: Uwe Riedel. Gleich bei seinem ersten Einsatz in einem Turnier schoß er die Einheit mit 15 Treffern zum bis dahin 6. Turniersieg. Und im restlichen Jahr 1989 merkte man bereits, dass es bei der Einheit jetzt deutlich besser zusammenlief.

Als dann 1990 Jens Liewald und Gerd Dönitz zur Truppe kamen, spürte man bereits nach kurzer Zeit, dass man mit diesen beiden zwei absolute Volltreffer gelandet hatte. Von nun an ging es ständig nach oben auf der Erfolgsleiter von Einheit Ernstthal. Auch in diesem Jahr gelangen weitere Turniersiege. Zu diesem Zeitpunkt hatten aber auch mit Uwe Melzer, Jens Tetzner und Jürgen Gebhardt drei weitere Spieler der Einheit den Rücken gekehrt.
Dann kam die Hallenkreismeisterschaft 1991. Dort begann mit Uwe Künzel eine einzigartige Laufbahn bei der Einheit. Mit ihm besaß die Mannschaft einen neuen Torhüter, welcher sich in der Zukunft als sehr großer Rückhalt erweisen sollte. Dieses Jahr ging mit einigen tollen Siegen und Platzierungen zu Ende. Besonders der 2. Platz bei der Hallenkreismeisterschaft und Platz 4 beim Supercup in Chemnitz ragten heraus.

Als dann Ende 1991 auch noch Horst Kühn und der bisherige Chef Bernd Köhler die Mannschaft verließen, blieb mit Peter Bachmann nur noch ein Spieler aus der Gründungsformation von 1985 übrig. Neuer Boss der Einheit war von diesem Zeitpunkt an Jens Liewald. Im Laufe des nächsten Jahres kamen dann noch Jens Garbe, René Weickart und Thomas Brettschneider zur Mannschaft und man brauchte sich um die Zukunft keine Sorgen machen.
Überhaupt war das Jahr 1992 mit neun gewonnenen Turnieren das bisher erfolgreichste für die Einheit. Mit dem starken Torhüter Uwe Künzel, dem harten Verteidigerduo Jens Liewald und Gerd Dönitz sowie den schnellen und gefährlichen Torjägern Uwe Riedel und René Somnitz galt die Einheit bei jedem Turnier als ernstzunehmender Gegner. Und es ging mit den Erfolgen weiter bergauf. Man gewann einige bedeutende Turniere, wie das Jubiläumsturnier "15 Jahre Goldelf 1992" und das Pokalturnier von TUS 1981 Hohenstein-Ernstthal. Es mussten aber auch einige schmerzliche Niederlagen hingenommen werden, wie z.B. beim Supercup 1992 in Chemnitz. Als eine der größten Enttäuschungen gilt bis in die heutige Zeit die Tatsache, dass die Einheit nie den Titel eines Hallenkreismeisters gewinnen konnte.

1994 hatte man sich mit Jens Harnisch und Jörg Weinhold weiter verstärkt, wobei sich Ersterer als ein sehr zuverlässiges Mitglied erweisen sollte. Mit René Weickart hatte allerdings auch ein sehr guter Abwehrspieler die Einheit wieder verlassen. Trotzdem blieben die Erfolge nicht aus. Durch Siege wie beim Neujahrsturnier von Wismut Ernstthal und bei etlichen Turnieren des Chemnitzer WSV in der Sachsenhalle blieb das Team weiter im Gespräch. Mit Jens Garbe hatte man eine gute Alternative zu Uwe Künzel auf der Torwartposition. Und man konnte sich weiter über Erfolge freuen. So wurde man unter anderem Stadtmeister 1995. Überhaupt war die Einheit zu dieser Zeit auf dem Zenit ihres Erfolges angelangt. Aber mitten in dieser erfolgreichen Zeit begann das bis dahin wohl schwärzeste Kapitel der Einheit-Geschichte. Als sich mit Jens Liewald aus persönlichen Gründen, Uwe Riedel und Ulrich Schmieder aus gesundheitlichen Gründen und schließlich im Mai 1997 Uwe Künzel auf spektakuläre Art und Weise aus der Mannschaft zurückzogen, drohte sich ein Tiefpunkt abzuzeichnen. Aber irgendwie musste man versuchen, die komplizierte Situation zu meistern.

Neuer sportlicher Leiter der Einheit wurde nun Peter Bachmann. Trotz der namhaften Abgänge ließ man sich nicht unterkriegen. Als auch noch Jens Garbe aus gesundheitlichen Gründen nicht immer zur Verfügung stand, bekam man auf der Position des Torhüters ein echtes Problem, welches man aber mit der Verpflichtung von Rolf Kirsch als gelöst betrachten konnte. Auch der junge Jens Krieger versuchte sich als Torhüter, aber aus den unterschiedlichsten Gründen beließ man es dabei.

Mit den Siegen beim Jubiläumsturnier "20 Jahre Wismut" im November 1997 und beim Turnier um den Wismut-Mocca-Pokal im Januar 1998 blieb die Einheit weiter am Ball. Als weiterer Neuzugang konnte ab dem 01.01.1998 Enrico Petzold gewonnen werden. Das restliche Jahr 1998 wurde mit einigen weiteren sehr guten Turnierplatzierungen abgeschlossen. Was den Start ins Jahr 1999 betrifft, konnte man mit den Leistungen in den ersten Turnieren alles andere als zufrieden sein. Eine Ausnahme bildete der souveräne Sieg beim Wismut-Oldie-Turnier. Bis Mitte des Jahres ging es weiter bergauf und bergab. Bei der 6. Stadtmeisterschaft im Juli 1999 allerdings zeigte sich die Einheit wieder einmal von ihrer besseren Seite. Man erreichte dort immerhin das Endspiel, welches aber gegen die Wismut mit 0:2 verloren wurde.

Seit November 1999 spielten mit Marcel Möckel und Danny Meier zwei Neuzugänge in der Mannschaft, von denen besonders Marcel Möckel berechtigten Anlass zur Hoffnung gab. Der Start ins Jahr 2000 gelang mit Platz 4 beim Neujahrsturnier der Goldelf auch nicht besonders vielversprechend. Immerhin wartete man seit einem Jahr auf einen Turniersieg. Eine Woche später beim Wismut-Mocca-Turnier gelang immerhin der Sprung in Halbfinale, wo man gegen den späteren Turniersieger Ernstthaler Fohlen lediglich durch 7m-Schießen den Einzug ins Finale verpasste. Aber es sprang der Platz 3 heraus, was eigentlich wieder neuen Mut machen sollte. Doch erwies sich dieses als Trugschluss. Schon beim Turnier der Ernstthaler Fohlen Ende Januar schied man in der Vorrunde sang- und klanglos aus. Man musste einfach damit zu leben, sich über kleinere Erfolge genauso zu freuen. Und betrachtet man die Szene einmal genauer, fällt auf, das Einheit Ernstthal seit geraumer Zeit immer wieder mit wechselnder Besetzung antritt. Damit möchte ich lediglich andeuten, dass die Mannschaft seit dem Weggang der Spieler Liewald, Künzel und Riedel Mitte der 90er Jahre keinen gleichwertigen Ersatz mehr gefunden hatte. Was aber nicht Einsatz und Leistungsbereitschaft der anderen Spieler schmälern soll.

Im März 2000 feierte dann die Mannschaft ihr 15-jähriges Jubiläum mit einem gut besetzten Turnier, bei welchem der Veranstalter einen nicht ganz zufriedenen 3. Platz erreichte. Man wollte dieses Turnier schon gewinnen. Eine Woche nach diesem Turnier führte man im "Kastel" die eigentliche Jubiläumsfeier in Form eines Kegelabends durch. Alle anwesenden aktiven und ehemaligen Mitglieder der Einheit wurde der Jubiläumsband "15 Jahre Einheit Ernstthal" überreicht. Dann kam das Kleinfeldturnier nach Himmelfahrt in Wüstenbrand. Dort spielte die Mannschaft mit nur drei (!!!) eigenen Spielern. Alle anderen glänzten durch Abwesenheit. Dennoch erreichte man mit fünf "Gastspielern" immerhin das Viertelfinale, in welchem aber die Wismut aus Ernstthal beim 3:0 Sieg für die Einheit Ernstthal eine Nummer zu groß war.

Bei der 7. Stadtmeisterschaft im Juli erreichte man bei 5 Spielen ohne Niederlage einen guten 2. Platz hinter den Ernstthaler Fohlen. Hier zeigte sich wieder einmal deutlich, wo zur Zeit das Problem der Mannschaft liegt. Während man in der Abwehr doch sehr sicher steht, hat man im Angriff zur Zeit doch ein gewisses Manko. Man erzielt einfach zu wenig Tore. Das Jahr 2000 wurde mit einem Turnier beendet, in welchem wiederum nur 6 Treffer in 4 Spielen erzielt wurden. Für Hallenverhältnisse doch etwas dürftig. Die relativ erfolglose Zeit hielt auch beim Neujahrsturnier der Goldelf 2001 mit einem wenig befriedenden 5. Rang an. Beim Turnier der Fohlen drei Wochen später in der Pfaffenberghalle belegte man einen guten 2. Platz, welcher wieder Anlass zur Hoffnung gab. Aber dennoch lag der letzte Sieg in einem Turnier schon zwei Jahre zurück. Es musste also dringend etwas passieren. Beim Wismut-Mocca-Turnier im März gelang wieder einmal der Einzug ins Finale. Dort unterlag man aber den Fohlen mit 0:2. Einen weiteren Rückschlag musste man beim eigenen Hallenturnier im März hinnehmen. Auch hier sah man keinen Stich, was Platz 4 (4 Tore) in der Vorrundenstaffel B deutlich belegen.

Irgendwie hatte man das Gefühl, dass man auf der Stelle trat. Es ging nicht wie gewünscht vorwärts. Beim Kleinfeldturnier in Wüstenbrand gelang wieder der Einzug ins Viertelfinale. Das ist bei Anbetracht der Tatsache, dass am zweiten Tag nur 6 Spieler zur Verfügung standen, ein gutes Resultat. An dieser Stelle sollte man von Veranstalterseite einmal den Austragungsmodus des Turniers überdenken!

Dann kam die 8. Stadtmeisterschaft im Juli 2001. Dort spielte die Mannschaft das erste Mal seit langem (!!!) wieder mit voller Kapelle. Bei diesem Turnier meldete sich ein Spieler bei der Einheit zurück, welcher sich vor fast fünf Jahren aus damals persönlichen Gründen zurückgezogen hatte. Einheit Ernstthal konnte den Wiedereinstieg von Jens Liewald begrüßen. Bei dieser Stadtmeisterschaft wurde schon nach den ersten Spielen deutlich, welche Mannschaften um den Pokal des Oberbürgermeisters kämpfen werden. Die Mannschaft des Veranstalters, Eintracht Hohenstein, legte mit 2 Siegen von 3:0 und 6:0 mächtig los. Auch Turnierfavorit Wismut erreichte mit 7 Punkten aus 3 Spielen einen guten Start. Und wo blieb die Einheit? Einen besseren Turnierstart mit 3 Siegen aus 3 Spielen konnte man sich kaum vorstellen. Als nach dem 0:0 gegen die Wismut ein weiterer wichtiger Punkt erkämpft wurde, deutete alles auf ein Endspiel gegen die Eintracht hin. Bei einem Sieg würde Einheit ungeschlagen Stadtmeister werden. Und so kam es dann auch. Durch ein Zaubertor von Routinier Gerd Dönitz und einem Treffer von Maik Schönberger (Harry) wurde Einheit Ernstthal nach 1995 zum zweiten Mal Stadtmeister.

Dann kam die Urlaubszeit und man machte sich in Sachen Fußball etwas rar. Im September führte man zum zweitenmal die beliebte Kremserfahrt durch, was allen wiederum sehr viel Spaß gemacht hatte. Dann erhielt man überraschend eine Einladung zum Turnier des Oberlungwitzer SV am 2. Dezember. Ich erwähne dieses Datum deshalb so besonders, weil es ein Sonntag (1. Advent) war. Und man könnte sich vorstellen, dass man an einem Sonntag doch besseres zu tun haben könnte, als den ganzen Nachmittag Fußball zu spielen. Aber hier zeigte sich wieder einmal der Zusammenhalt in der Truppe. Deshalb hier ein besonderer Dank an die Spieler-Frauen der Einheit-Kicker.

Bei diesem Turnier erwischte man die schwere Vorrundenstaffel 2. Aber trotz einiger Schwächen auf der Torhüterposition erreichte man Platz 2 und wieder einmal in einem Turnierendspiel. Dieses wurde dann gegen die WSG Ludwig Jahn aus Lichtenstein (gegen diese Mannschaft verlor man in der Vorrunde mit 1:2) dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung (bei der ich besonders Jens Liewald hervorheben möchte) mit 2:0 und errang den 53. Turniersieg in der Vereinsgeschichte. Mit der Weihnachtsfeier am 15. Dezember in der "Windmühle" endete das Jahr 2001. Der Start für 2002 wurde am 27. Januar beim Turnier in Chemnitz (Forststraße) vollzogen. Dort spielte man in der Vorrundenstaffel 3 gegen die Mannschaften Großer Teich Limbach, Haller Security und den Flintstones. Der Auftakt gegen die Flintstones war mit einem 9:0 einer der höchsten Siege in einem Turnier. Aber den Rest der Vorrunde muss man schnell zu den Akten legen. Mit Niederlagen von zweimal 1:2 schied man bereits zeitig aus.

Als Fazit dieses Turniers kann man sagen, dass die Mannschaft keine gleichwertigen 6 - 8 Spieler besitzt. Und noch eines muss bei diesem Turnier in aller Deutlichkeit gesagt werden: Bei einer anderen Auswechselstrategie wäre mit großer Sicherheit eine bessere Endplatzierung erreicht worden.

Als nächstes Highlight wartete das 18. Hallenturnier von Einheit Ernstthal am 16. Februar 2002. Dort konnte man als Veranstalter zwei Mannschaften ins Turnier schicken. Dort zeigte die unter Einheit I spielende Truppe wieder einmal eine solide Leistung und erreichte souverän den 54. Turniersieg. Allerdings ließen die Leistung der 2. Mannschaft doch etwas zu wünschen übrig (man wurde abgeschlagener Turnierletzter). Eines wurde bei diesem Turnier auch deutlich. Eintracht Hohenstein entwickelte sich immer mehr zum Angstgegner der Einheit Ernstthal. Schon beim nächsten Turnier konnte man ein Lied davon singen. Beim Turnier der Ernstthaler Fohlen am 1. März erreichte man mit Platz 2 in der Gruppe A das Halbfinale. In diesem Spiel wurde Eintracht mit 0:2 zum erneuten Stolperstein. Im Spiel um Platz 3 bezwang man aber Wismut sicher mit 5:2 und revanchierte sich für die 1:4 Klatsche aus der Vorrunde.

Beim 1. Hallenturnier der Dosenkicker eine Woche später belegte man wieder Platz 2 der Gruppe B. Das damit erreichte Halbfinale wurde zu einem wahren Krimi, welcher im 7m-Schießen mit 2:1 zugunsten der Einheit gegen die Maler Limbach endete. Wieder einmal wartete im Finale die Wismut. Aber diesmal siegte Einheit Ernstthal durch einen Treffer von Gerd Dönitz mit 1:0 und Turniersieg Nummer 55 war perfekt.

Dann kam nach Himmelfahrt wieder das große Turnier des CFC Fanclubs (diesmal wegen Platzbauten in Wüstenbrand auf dem Pfaffenberg). Die Einheit trat in stärkster Besetzung an. Man erwischte in der Vorrunde die absolute Hammergruppe und belegte von 8 Mannschaften leider nur Platz 5, welcher das Ausscheiden bedeutete. Im Juli traf man sich auf dem Pfaffenberg zur 9. Stadtmeisterschaft. Einheit Ernstthal wurde mit 4 Siegen klarer Sieger der Vorrundenstaffel 2. Im Halbfinale hieß der Gegner wieder Eintracht, und wiederum zog man nach einem 0:0 im 9m-Schießen mit 6:7 den kürzeren. Es blieb leider nur das Spiel um Platz 3. Nach der regulären Spielzeit stand es gegen die Dosenkicker 1:1 und wiederum versagten im 9m-Schießen die Nerven (6:7). Eine doch etwas bescheidene Platzierung. Anlässlich eines Fußballjubiläums in Pleißa wurde man zum dortigen Kleinfeldturnier eingeladen (8. August). Dort spielte man mit zwei Jugendspielern (!!!) bei widrigen Witterungsbedingungen einen schlechten Fußball und wurde ohne einen einzigen erzielten Treffer leider nur Tabellenletzter.

Nach diesem Turnier nahm ich eine Auszeit aus persönlichen Gründen bis Ende 2002. Als nächstes Turnier stand das Jubiläumsturnier "25 Jahre Wismut" am 2. November auf dem Programm. Dort bekleckerte man sich mit einem vierten Platz in der Vorrundenstaffel A nicht gerade mit Ruhm. Vier Wochen später beim Wismut-Oldie-Turnier lief es wieder etwas besser. Man errang zwar den Turniersieg Nummer 56, aber man darf dieses Turnier nicht überbewerten, da man im Schnitt doch die wesentlich jüngeren Spieler besaß. Am 6. Dezember veranstaltete man das eigene Turnier mit wider zwei Mannschaften. Dabei überzeugte die 2. Mannschaft in diesem Turnier mit 6 Mannschaften den 2. Platz doch recht ordentlich, während Mannschaft 1 sich mit Rang 3 begnügen musste.

Dann fuhr man kurz vor Weihnachten wieder zum Turnier nach Oberlungwitz. Immerhin reiste man als Titelverteidiger an. Die dort gebotene Leistung war mit Platz 6 (bei 7 Mannschaften) und nur drei erzielten Treffern aber mehr als armselig. Mit der Weihnachtfeier im "Kastel" ging das durchschnittliche Jahr 2002 zu Ende. Ab Januar 2003 war ich dann wieder in der Mannschaft präsent.

Bereits am 3. Januar stand das erste Turnier des neuen Jahres auf dem Plan. Es war ein Turnier der Ernstthaler Fohlen. In der Vorrundengruppe A wurde man mit 3 Siegen souveräner Sieger. Aber im Halbfinale unterlag man (wie des öfteren in letzter Zeit) mit 1:3 gegen Angstgegner Eintracht. Nachdem man im Gruppenspiel noch gegen Wismut 1:0 gewonnen hatte, bezog man im Spiel um Platz 3 diesmal eine heftige Pleite mit 0:5.

Am 14. Februar war ein Turnier von TUS Pleißa in der Großsporthalle in Limbach angesagt. Man erzielte dort bei einer Niederlage im Fünferfeld einen durchschnittlichen 3. Platz. Und ich bleibe weiterhin bei meiner Meinung: Es war auch in diesem Turnier mit Sicherheit ein bessres Resultat drin (Wechselrhythmus). Am 14. März führte Eintracht Hohenstein ein Turnier in der Oststraße durch. Bis auf Gerd Dönitz trat man mit der stärksten Mannschaft an. Auch hier erreichte man wieder souverän das Halbfinale. Dort unterlag man den Ernstthaler Fohlen kurz vor Schluss mit 0:1. Wieder blieb nur das Spiel um Platz 3. Und auch in dieser Partei konnte man gegen die Eintracht wieder nicht gewinnen. Langte es im Vorrundenspiel wenigstens noch zu einem 1:1, so unterlag man diesmal 0:1. An dieser Stelle wird es einmal Zeit, einigen Gedanken freien Lauf zu lassen. Es hat den Anschein, dass man bei der Einheit zu lange schon auf einer Stelle tritt. Man könnte denken, dass bei manchen Spielern der Leistungszenit überschritten ist. Auch Torwart-Oldie Rolf Kirsch wird wohl bald seine Schuhe an den berühmten Nagel hängen. Im Moment sind mit Gerd Dönitz, Jens Liewald, Rene Weikardt (und eventuell Jens Harnisch und Marcel Möckel) nur noch wenige Spieler mit überdurchschnittlichem Leistungsvermögen vorhanden. Und das ist leider sehr wenig. Gerade Marcel Möckel macht noch zu wenig aus seinen zweifelsohne vorhandenen technischen Möglichkeiten. Auch bei Jens Garbe wechselt zu oft Licht und Schatten. Die Spieler Enrico Petzold; Danny Meier und Jörg Weinhold haben leider den großen Durchbruch noch nicht geschafft. Aber auch die Routiniers (Rene Somnitz) kommen in die Jahre. Es wird Zeit, dass man sich um ein paar jüngere Spieler bemüht.

Dann folgte wieder das große Kleinfeldturnier in Wüstenbrand. Und schon wurden die Anmerkungen aus dem Zitat von vorher bittere Wahrheit. Diesmal konnte man sich über die Auslosung der Vorrundenstaffel wirklich nicht beklagen. Normalerweise musste das Erreichen des Viertelfinales ein unbedingtes Muss sein. Aber es kam wieder einmal ganz anders. Nach gutem Spiel gegen die Fohlen (0:0) kam das vorentscheidende Spiel gegen Mittelbach, welches aber mit 1:3 verloren wurde. Und so lag der ganze Druck auf den 3 Vorrundespielern des Sonnabends, welche alle gewonnen werden mussten, wenn man überhaupt noch eine Chance haben wollte. Aber leider ging das Spiel gegen die A-Jugend Wüstenbrand mit 0:2 in die Hosen und aus war der Traum vom Viertelfinale. Hier zeigte sich wieder einmal sehr deutlich: in der Abwehr (Liewald, Weickart) top, aber vor dem gegnerischen Tor eher flop. Man hat keinen Torjäger mehr. Noch eine Bemerkung: ohne aktiven Spieler hat man bei diesem Turnier als reine Freizeitmannschaft absolut keine Chance mehr.

Aber es gab auch wieder eine gute Nachricht. Am 1. Juni begann mit Maik Schönberger (Harry) ein Spieler seine Laufbahn bei Einheit Ernstthal, in den man große Hoffnungen setzte. Am 19. Juli war dann die 10. Stadtmeisterschaft auf dem Pfaffenberg. Einheit spielte in der Vorrundenstaffel 1 in der Fünfergruppe. Man besaß diesmal eine hervorragende Mannschaft, welche bei hochsommerlichen Temperaturen in der Vorrunde souverän mit 10 Punkten Platz 1 belegte. Das Prunkstück war wieder die Abwehr mit Liewald, Weickart und Harry. Aber auch in den vorderen Reihen hatte man diesmal mit Thomas Bahner und Jens Möbius einen guten Griff getan. Im Halbfinale wartete wieder einmal Veranstalter Eintracht. Aber diesmal ließ man sich nicht die Butter vom Brot nehmen und zog mit einem 2:1 (2x Somnitz) ins Finale ein. Dort wartete mit Dynamos Reserve ein Gegner, den man schon im Gruppenspiel mit 2:0 besiegt hatte. Seit langem war es wieder ein Finale, wo von Anfang an kein Zweifel am Sieger bestand. Die Einheit setzte sich souverän mit 4:1 durch. Als Dank für seine guten Leistungen durfte Jens Möbius stellvertretend den Pokal aus den Händen des OB Homilius in Empfang nehmen. Es war der 3. Stadtmeistertitel für Einheit Ernstthal.

Am 2. August ging es dann nach Chemnitz zum Jubiläumsturnier "10 Jahre Deutsche Scholle". Dort erreichte man mit einer indiskutablen Leistung nur den letzten Platz im Sechserfeld. Dann war man am 8. November in Rödlitz beim Turnier der Lichtensteiner Freibiernasen zu Gast. Nach einer tollen Vorrunde mit 4 Siegen reichte es am Ende nur zu Platz 4.

Eine Woche später in Oberlungwitz erlebte man den Unterschied zwischen Gut und Börse bisher am deutlichsten. Während man 15 Sekunden vor Spielende gegen Jahn Lichtenstein noch im Halbfinale stand, reichte es eben nach diesen 15 Sekunden nur zum Spiel um Platz 7. Am 29. November in Limbach überzeugte die Mannschaft wieder einmal voll und errang den bis dahin 58. Turniersieg.

Eine Woche später beim eigenen Turnier stand man wieder völlig neben der Spur. Nach einer mäßigen Leistung erreichte man nicht einmal das Halbfinale. Das Jahr 2003 endete meist einem Turnier in Limbach am 20. Dezember. In einer starken Vorrunde erreichte man Platz 2. Aber im Viertelfinale kassierte man mit einem 0:7 gegen den späteren Turniersieger Flipp Inn eine der heftigsten Niederlagen in der Vereinsgeschichte. Mit der Weihnachtsfeier in der Turnhalle an der Oststraße endete dann ein doch recht bescheidenes Jahr. So wie das vergangene Jahr begann auch 2004 mit einem Turnier in Limbach. Es setzte sich der Negativ-Trend fort. Man schied schon in der Vorrunde aus. Zwei Wochen später spielte man in Oberlungwitz ein recht ansehnliches Turnier, welches mit Platz 2 auch entsprechend gewürdigt wurde.

Beim VfL-Turnier am 7. Februar in der Oststraße langte es nach einer durchwachsenen Leistung nur zu Platz 3 in der Vorrunde, welcher das Ausscheiden bedeutete. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass die Einheit zur Zeit nicht in der Lage ist, ein Turnier zu gewinnen.

Am 22. Februar erreichte man in Limbach beim Turnier des FV Wolkenburg immerhin einen 3. Platz. Das folgende Turnier der Dosenkicker am 18. April in der Pfaffenberghalle zeigte wieder einmal deutlich Licht und Schatten. Der souveränen Vorrunde (Platz 1) folgte das Endspiel gegen die Deutsche Scholle. Bereits im Gruppenspiel besiegte man die Mannschaft aus Chemnitz mit 3:1. Auch heute behaupte ich noch immer, noch nie wurde ein Turniersieg so leichtfertig verschenkt. Die Mannschaft war nicht wieder zu erkennen und man verlor verdient mit 2:4. Beim großen Kleinfeldturnier in Wüstenbrand belegte man in der Vorrunde Platz 2 und erreichte seit langer Zeit wieder einmal das Viertelfinale. Dort besiegte man Haller Security mit 2:0, doch im Halbfinale war mit 0:3 gegen die Fohlen Endstation. Aber immerhin gelang mit einem 1:0 im Spiel um Platz 3 gegen den CFC-Fanclub wieder ein gutes Endresultat.

Bei der 11. Stadtmeisterschaft am 10. Juli auf dem Pfaffenberg konnte man nicht an die Leistung des Vorjahres anknüpfen. Immerhin war man ja der Titelverteidiger. Aber mit einer mäßigen Leistung belegte man in der Vorrunde nur den 4. Platz, der aber leider nicht zum Weiterkommen reichte. Meine Anmerkungen von eben scheint sich doch weiter zu verstärken. Dann ging es in die Sommerpause.

Und in dieser Sommerpause entschied ich mich zu einem für mich doch schweren Entschluss. Nach langer und reiflicher Überlegung entschloss ich mich, aus persönlichen und finanziellen Gründen, dem Fußball lebe Wohl zu sagen. Am 4. November 2004 habe ich Gerd Dönitz über diesen Schritt, der mir wirklich nicht leicht gefallen ist, informiert.


Peter Bachmann

31.12.2004


PS: Die Einheit bedankt sich bei unserem Alterspräsidenten im Namen aller Mitglieder für die Bearbeitung der Chronik sowie die vielen schönen Jahre und wünscht ihm für die weitere Zukunft alles Gute.

Weiter gehts mit dem Jahr 2005. Nach Platz 3 beim 1. Pokal von Dynamos Reserve und einem respektablen Platz 6 beim alljährlichen CFC-Turnier steuerten wir zielgerichtet auf den Saison-Höhepunkt hin, die 12. Stadtmeisterschaft von Hohenstein-Ernstthal. Nach durchwachsenem Start konnte sich die Einheit im Laufe des Turniers steigern, sodass am Ende ein starker 2. Platz heraussprang. Der Sieg ging verdientermaßen an das Team von den England Patriots. Am 05.11.2005 feierte die Einheit ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsturnier im HOT-Sportzentrum. Und wie es der Fußballgott wollte, gewannen wir tatsächlich unser eigenes Turnier. Am Ende holten wir sensationelle sechs Siege aus sechs Spielen. Sogar das finale Match um den Turniersieg gegen die England Patriots konnten wir siegreich gestalten. Unser El Presidénte entwickelte dabei als Hallensprecher ungeahnte Qualitäten.

Mit diesem Triumpf in den Hinterköpfen reisten wir nach Oberlungwitz. Als Titelverteidiger und frisch gebackener Turniersieger dachten wohl Einige, dass das Ding ein Selbstläufer wird. Nach fünf teilweise blamablen Spielen fanden wir uns auf dem letzten Tabellenplatz wieder, noch hinter den Dosenkickern. Es zeichnete sich außerdem ab, dass die Personaldecke der Einheit immer kleiner wird.

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